smart materials zur Funktionsintegration direkt in die Struktur

Bei der Definition der Strategie zur Etablierung von smart materials wurden vier Herausforderungen identifiziert, die durch smart3 gelöst werden sollen.

Reifegrad der Technologie

Der avisierte Paradigmenwechsel im Produkt erfordert das Überwinden technologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen. In technologischer Hinsicht verzögern derzeit fehlende großserienfähige Produktionstechnologien maßgeblich den Roll-Out von smart materials. Hier soll der Weg für entsprechende Technologien geebnet werden. Existierende Lücken in der Wertschöpfungskette werden zudem durch die Vernetzung geeigneter Partner geschlossen.

Öffnung von Innovationsprozessen

Um Produkten auf Basis von smart materials zum kommerziellen Durchbruch zu verhelfen, setzt smart³ darauf, technologische und organisationale Pfadabhängigkeiten bewusst zu durchbrechen. Veränderte Unternehmenswelten und Innovationsumgebungen erfordern es, ausgetretene Bahnen und überkommene Strukturen zu verlassen.
Für uns bedeutet dies, Pfadabhängigkeiten aufzuspüren und ganz bewusst zu durchbrechen, um neue Wachstumspfade für smart materials zu etablieren.

Stärkung von Kooperationskulturen in (KMU-)Netzwerken

Interdisziplinäre Projekte, wie sie bei smart³ verwirklicht werden, bedingen einen offenen Dialogprozess zwischen den einzelnen Projektpartnern. Deshalb setzt das Netzwerk smart³ auf eine enge Vernetzung der Mitglieder entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Rahmen von Forschungsprojekten wird zudem evaluiert, welche Form der Zusammenarbeit der heterogenen Struktur des Netzwerkes am besten entspricht und mit welchen Mitteln und Maßnahmen die Zusammenarbeit am besten unterstützt werden kann.

Schaffung von Marktakzeptanz von smart materials

Der unterdurchschnittliche Einsatz von smart materials ist unter anderem auch auf die relative Unbekanntheit der Werkstoffe zurückzuführen. Zudem werden spezifische Kundenwünsche für mögliche Anwendungen bislang nur unzureichend in den Herstellungsprozess einbezogen. Hier hat smart³ es sich zur Aufgabe gemacht, differenzierte Wünsche und Bedarfe der Kunden zu identifizieren und in künftige Produkte zu integrieren. Darüber hinaus sollen smart materials und deren Vorteile einem breiten Anwenderkreis gegenüber bekannter gemacht werden.

 

Um diese Ziele zu erreichen, handeln wir nach den folgenden Leitlinien

Wir sind uns einig, dass wir die Kompetenz Anderer anerkennen!

  • Smart³ ist der ideale Ort, um mit Anderen in Kontakt zu treten. In smart³ begegnen wir uns auf Augenhöhe. So erleichtern wir die Kommunikation und kommen schneller zur Sache.
  • Fremde Geschäfts- oder Forschungspartner zu verstehen erfordert Geduld. Um die Stärken und Kompetenzen des Anderen besser zu erkennen, reden wir in smart³ miteinander, wir hören einander genau zu und wir fragen nach.
  • Am schwierigsten ist es, die Kompetenz eines fremden Kooperationspartners richtig einzuschätzen und Vertrauen zu schenken. In smart³ können wir unsere Bedenken offen äußern, ohne damit unsere Kooperationsbereitschaft in Frage zu stellen.

Wir sind uns einig, dass wir voneinander lernen wollen!

  • In smart³ ist niemand verpflichtet, einzelne Projektinhalte offenzulegen. Dennoch berichten wir anderen Netzwerkpartnern von unseren Erfahrungen und Ergebnissen. Damit schaffen wir Vertrauen und motivieren uns für innovative Kooperationen.
  • Smart³ fördert Innovationen, indem Routinen und Denkweisen in Frage gestellt werden. Deshalb gehört es dazu, dass wir unsere traditionellen Standpunkte überprüfen und durch ungewohnte Ansätze und neue Methoden ersetzen oder ergänzen.
  • Keine Kooperation kommt ohnen einen Vertrag aus, der regelt, was geheim bleibt. Deshalb sprechen wir offen aus, welches Wissen in eine Kooperation einfließen kann und welches nicht.

Wir sind uns einig, dass unsere Kooperation auf Gegenseitigkeit beruht!

  • In smart³ ist es legitim, eigene Interessen zu verfolgen und persönliche Ansichten einzubringen. Dabei stellen wir nicht nur den eigenen Nutzen in den Vordergrund, sondern berücksichtigen den Mehrwert aller Partner in der gesamten Wertschöpfungskette.
  • In der Wertschöpfungskette zählt jedes Glied, gleichwohl ist jedes Glied in der Kette ersetzbar. Deshalb sagen wir uns gegenseitig, was wir leisten können und wollen.
  • Die Verwertungsinteressen einzelner Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich in smart³ unterscheiden. Deshalb verhandeln wir miteinander und legen gemeinsam die Kooperationsziele fest.