04.06.2019

"Unsere Ressource ist das Wissen"

Vom 16. bis 19. Mai verwandelte sich die Messe Chemnitz in einen Hort des Wissens. Zum Bundesfinale des 54. „Jugend forscht“-Wettbewerbes trafen sich 190 junge Talente in der sächsischen Stadt. Drei Tage lang konnten die besten 111 Forschungsprojekte der Jungforscherinnen und Jungforscher aus den verschiedenen MINT-Bereichen ausgiebig bestaunt und ausprobiert werden. Höhepunkt des Wochenendes war die Preisverleihung für die besten Ideen durch Bundespräsident Steinmeier und Bundesforschungsministerin Karliczek. Dabei betonte Bundespräsident Steinmeier, dass der Wohlstand der Gesellschaft auf dem Wissen und der Neugier der jungen Forscherinnen und Forscher aufbaut und unterstrich die Bedeutung des Wissens als wichtigste Ressource Deutschlands.

 

 

Während in den Messehallen die Jungforscher stolz ihre Erfindungen, Projekte und Ideen präsentierten, lud das Fraunhofer IWU als Pateninstitution gemeinsam mit Premiumpartner Siemens im „Zelt der Innovationen“ zum Dialog mit der Zukunft. Unter dem Motto des Fraunhofer-Jubiläumsjahres #WhatsNext präsentierten beide Institutionen Innovationen und aktuelle Entwicklungen. Neben dem schnellsten 3D-Drucker der Welt, Augmented-Reality-Anwendungen und gestengesteuerten Robotern wurde auch der vom Fraunhofer IWU mitentwickelte smart³-Demonstrator SmartFrame+ vorgestellt. Das Projekt für die intelligente Strukturüberwachung in Leichtbaufortbewegungsmitteln verbessert signifikant die Sicherheit der Mobilität der Zukunft. Dazu überwachen integrierte Sensoren die Bauteilstruktur des Fortbewegungsmittels und erkennen im Voraus potenzielle Schäden. Geodaten erkennen über die GPS-Koordinaten vorausliegende Gefahrenstellen wie etwa gefährliche Kreuzungen, starke Gefälle oder steile Kurven. Diese Signale werden verarbeitet und dem Fahrer ausgegeben. Im Beispiel des Fahrraddemonstrators SmartFrame+ erhält dieser Feedback über Vibrationen in den Griffen und kann reagieren, bevor etwas passiert.

 

 

Die Besucher im Zelt der Innovationen konnten das System direkt vor Ort ausprobieren. Ein spezielles Trittbrett simulierte Bodenwellen und Unebenheiten in der Fahrbahn, über einen Bildschirm wurde der Streckenverlauf visualisiert. Über unterschiedliche Vibrationsmuster der beiden Griffe des Fahrradlenkers wurden die Besucher vor vorausliegenden Gefahrenquellen gewarnt und konnten so rechtzeitig reagieren.

Mit SmartFrame+ präsentierte das Projektkonsortium die Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit in der Mobilität der Zukunft. Und wer weiß: vielleicht nutzen die Sieger kommender „Jugend forscht“-Wettbewerbe bereits smart³-Technologie auf ihrem Weg, die Welt zu entdecken.