Zu den dezenten Klängen eines eigenwilligen Instrumentariums pneumatisch betriebener Musikinstrumente erläutert ein Plakat neue Wege in der Wirbelsäulen-Chirurgie. Ein anderes informiert über die Erfassung von Sensordaten an der Spindel einer Werkzeugmaschine. In Liegestühlen werden Designmethoden zur Vermittlung von Materialwissen erörtert. Und während im Plenum über die Sicherheit in der Leichtbau-Mobilität gesprochen wird, zeigt ein Rasierer, wie die Rasur von morgen durch intelligente Materialien sanfter und leiser wird.

Mit dieser Heterogenität an Themen und Formaten bilden die »smart³-Tage« als jährliches Treffen aller interessierten Netzwerkmitglieder die Philosophie und Themenvielfalt des Innovationsnetzwerkes ab. Hier kommen Ingenieure, Designer, Werkstoffwissenschaftler, Unternehmer, Techniker sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler mit ihren jeweils eigenen Arbeits- und Sichtweisen zusammen und kombinieren ihr Wissen und ihre Energie zu innovativen Lösungen für drängende Probleme.

Die »smart³-Tage« sollen dabei den Blick auf das gesamte Netzwerk öffnen. Denn sind auch die Details des eigenen Teilprojektes bekannt, so fällt es schwer, bei 46 Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie 150 Netzwerkpartnern den Überblick zu behalten. Gerade durch den Perspektivwechsel lassen sich oft Schlüsse für die eigene Arbeit ziehen, neue Pfade entdecken, Wissen generieren und Ideen umsetzen.

Und so zielt die Veranstaltung darauf ab, die Mitglieder untereinander zu vernetzen sowie neue Partner und Projektideen kennenzulernen. Im Vordergrund stehen der gegenseitige Austausch, die Information über laufende und abgeschlossene Projekte, aber auch aktuelle Entwicklungen, Rück- und Ausblicke aus Sicht der Geschäftsstelle sowie Informationen über die Geschicke von smart³.

Das Hauptaugenmerk der Tage liegt dabei auf der Vorstellung der Projekte im Plenum in Form von kurzen, prägnanten Formaten, in denen die wichtigsten Eckpunkte und Erkenntnisse dargelegt werden. Die vertiefende Diskussion der Themen kann im Anschluss daran, etwa in der Posterausstellung oder auf der Ausstellungsfläche, stattfinden. In der Präsentation des Status quo des Innovationsnetzwerkes werden die Arbeiten der Geschäftsstelle, wie Marketingmaßnahmen und Vernetzungstätigkeiten sowie Neuigkeiten aus der Zusammenarbeit mit dem Projektträger, vorgestellt.

Wissen erweitern sowie neue Methoden und Möglichkeiten kennenlernen – dazu dienen die thematischen Workshops ebenso wie die Keynotes und Diskussionsrunden. Um die Menschen hinter den Themen kennenzulernen eignen sich insbesondere die Abendveranstaltungen.

Auch der jeweilige Veranstaltungsort soll den Geist von smart³ widerspiegeln. So waren in den vergangenen Jahren neben dem Fraunhofer-Forum Berlin und der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek als Hort des Wissens auch das Kulturkraftwerk Mitte als Treffpunkt der Kreativität sowie die Technischen Sammlungen Dresden als Bewahrer und Vermittler von Technikwissen Austragungsort der »smart³-Tage«.

Text: Mattes Brähmig
Foto: Sascha Linke