Smart materials sind komplex in der Vermittlung, aber magisch in ihrer Wirkung. Durch altersgerechte Vermittlungsangebote können bereits Kinder und Jugendliche an die Welt dieser Werkstoffe herangeführt werden. Mit den Schülerlaboren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) möchte eine weitere namhafte Institution Neugier und Interesse für die Welt der intelligenten Werkstoffe wecken.
„Der gefährlichste Satz einer Sprache ist: Das haben wir schon immer so gemacht.“ Dieses Zitat der Computerpionierin Grace Hopper steht stellvertretend für die Aktivitäten von smart3, Paradigmen aufzubrechen und Neues zu schaffen. Um dies zu erreichen und das Neue nachhaltig zu etablieren, setzt das Netzwerk stark auf die Information der interessierten Öffentlichkeit und damit potenzieller Endnutzer. Ergebnisse aus den Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden dabei zielgruppengerecht in Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit, Citizen-Science-Angebote und Schülerprojekte übersetzt. Mit dem »DLR_School_Lab« konnte in diesem Jahr ein neuer starker Partner im smart3-Netzwerk für ein Kooperationsprojekt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewonnen werden.

 

 

Mit den Projekten der Kinder- und Jugendbildung sowie den studentischen Wochen- und Semesterprojekten sollen künftige Ingenieure, Designer und Wirtschaftsprofis bereits frühzeitig an die Welt der intelligenten Materialien herangeführt werden. So werden Interesse und Neugier geweckt und ein Denken abseits etablierter Pfade gefördert. Nach den erfolgreichen Projektwochen und Science Camps für Schüler in Zusammenarbeit mit dem Science Center Technische Sammlungen Dresden (merlin 2) und dem Vitzthum-Gymnaisum Dresden konnten nun die »DLR_School_Labs« für eine Kooperation gewonnen werden. Die Schülerlabore des DLR bieten Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten Zugang zu Technik und Wissenschaft. An 13 Standorten lernen die Kinder und Jugendlichen die Arbeits- und Vorgehensweisen von Wissenschaftlern kennen, können selbst experimentieren und erfahren, woran in aktuellen Forschungsprojekten aus Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr und Werkstoffen geforscht wird.

 

 

Im Dresdner Labor erlernen die Schüler der Mittel- und Oberstufen, unterstützt durch die Technische Universität Dresden, das Vorgehen bei der Lösung wissenschaftlicher Aufgabenstellungen basierend auf realen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. In altersgerecht aufbereiteten Experimenten erarbeiten die Kinder und Jugendlichen Superkondensatoren, gewinnen Wasserstoff aus Bakterien, bauen energiesparende Displays und untersuchen geeignete Werkstoffe für Flugzeugturbinen. Seit diesem Jahr bearbeiten die Teilnehmer des »DLR_School_Labs« ebenfalls Fragestellungen im Bereich smart materials. Durch die Kooperation mit smart3 erhalten die Schüler Einblicke in die Welt der intelligenten Werkstoffe und finden Lösungswege für Problemstellungen im Bereich der Aktorik und Sensorik.
Nach der erfolgreichen Testphase in Dresden werden die im Rahmen der Kooperation erarbeiteten Experimentieranordnungen auf alle 12 weiteren Standorte der »DLR_School_Labs« in Deutschland ausgerollt. So kann künftig auch in Bremen, Oberpfaffenhofen, Köln oder Neustrelitz die Neugier auf die anscheinend zauberhaften Materialien geweckt werden: damit die Wissenschaftler von morgen ganz selbstverständlich mit smart materials arbeiten und neue, bislang nicht für möglich gehaltene Lösungen finden.

 

Text: Mattes Brähmig
Foto: Sascha Linke

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