Liebe Leserin, lieber Leser,

aktuell werden die verschiedenen Facetten von „Transformation“ in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sehr prominent diskutiert. Transformation, d. h. strategische Veränderungsprozesse, sind auch das zentrale Motiv der 5. Ausgabe des merlin-Magazins.

Denn so wie die smart materials für die Umwandlung von Energien und Formen stehen, so steht smart³ für die Transformation des Verständnisses von Funktionen und Strukturen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Schwerpunktthemen des Netzwerks (smart Production, smart Mobility, smart Health und smart Living) ist die Triebfeder für das Entstehen von etwas Neuem und die Übersetzung der Ideen in marktreife Produkte. Zur Bewältigung der Transformations-prozesse in diesen Anwendungsgebieten der smart materials ist somit ein konzertierter, vielschichtiger Ansatz erforderlich, um Innovationen hervorzubringen und deren Markt- und Anwendungspotenziale rasch zu erschließen. Damit unterstützt das Netzwerk mit seinem Fokus auf die Initiierung von Innovationsprojekten aktiv die Zukunftsfähigkeit der beteiligten Akteure sowie die Transformation der Wirtschaftsstruktur in der Region und spielt somit eine wichtige Rolle im regionalen Innovationsökosystem.

Dabei ist Transformation für smart³ aktueller denn je: Mit Auslaufen der BMBF Zwanzig20-Förderung wandelt sich das Netzwerk vom geförderten Konsortium hin zum selbsttragenden Innovationsnetzwerk mit neuen Dienstleistungsangeboten, vom Treiber von Projektideen und Demonstratoren hin zum Anbieter neuer Produkte und zukunftsträchtiger Lösungsansätze. Dabei wird die Zusammenarbeit mit anderen Netzwerken intensiviert und der Blick auf weitere Materialklassen und Leistungen für die smart³-Partner geweitet. Diese Entwicklung heißt aber auch, dass das privatwirtschaftliche Engagement der Mitglieder noch mehr an Bedeutung gewinnt und ein dementsprechendes Service-Portfolio dauerhaft etabliert werden muss. Durch eine Anschubfinanzierung wurden in den letzten Jahren schlagkräftige Netzwerkstrukturen aufgebaut, die es nun gilt, nachhaltig mit einem neuen Mix aus öffentlicher und privatwirtschaftlicher Finanzierung zu sichern. Auch auf Ebene des Netzwerks smart³ ist somit die Transformation sehr eng mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit verbunden.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Schwerpunktthemen des Netzwerks ist die Triebfeder für das Entstehen von etwas Neuem und die Übersetzung der Ideen in marktreife Produkte.

Wir freuen uns, diesen Transformationsprozess von smart³ im Rahmen des Programms „go-cluster“ unterstützen zu können. Das Programm ist die clusterpolitische Exzellenzmaßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und unterstützt die leistungsfähigsten deutschen Clustermanagement-Organisationen bei der kontinuier-lichen Weiterentwicklung. Im Zuge dieser durften wir tiefe und kontinuierliche Einblicke in die Entwicklung von smart³ erhalten: Im Jahr 2018 konzipierten wir einen Workshop gemeinsam mit dem Clustermanagement und setzten diesen im Rahmen einer Mitgliederversammlung um. Dabei wurden Zukunftsszenarien für das Netzwerk und insbeson-dere der Bedarf an Serviceangeboten für die Mitglieder in den Mittelpunkt gerückt wurden. 2020 bauten wir gemeinsam mit dem Vorstand in einer pandemiebedingt digitalen Strategiesitzung darauf auf und erarbeiteten gemeinsam eine SWOT-Analyse des Netzwerks, um die Strategien für den Übergang nach Auslaufen der Förderung neu zu justieren. Auch in diesem Jahr unterstützten wir das Netzwerk wieder in einer Vorstandssitzung und diskutierten gemeinsam über Internationalisierungspotenziale, die Einführung von Fachgruppen und nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten.

Smart³ geht die Weiterentwicklung somit sehr strategisch an und stellt sich den Anforderungen eines stetigen Wandels. Die relevanten Stakeholder werden in diesen Prozess dabei kontinuierlich mit einbezogen, denn ohne den Blick auf die Nachfrage der Mitglieder des Netzwerks kann eine solche Transformation nicht gelingen. Nutzen Sie diese Gelegenheit und unterstützen Sie das Clustermanagement bei diesem Prozess! Sie haben es in der Hand, die Transformation von smart³ und damit auch die Transformation Ihrer Region aktiv und bedarfsorientiert mitzugestalten!

Dazu wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

 

Text: Lukas Nögel, Claudia Martina Buhl
Fotos: Sascha Linke

< Zur Artikelübersicht

Natur verstehen >