Mit dem Auslaufen der Förderbedingungen des BMBF-Programms Zwanzig20 eröffnen sich smart3 neue Möglichkeiten, um das Innovationsnetzwerk zielgerichtet in eine Vernetzungs- und Transferagentur umzugestalten. Künftig bietet smart3 neue Angebote, um Mitglieder nachhaltig zu vernetzen, Ideen umzusetzen und nicht nur in Projekte, sondern auch in Produkte zu überführen.

Die Akteure und ihr Know-how sollen künftig auch im digitalen Raum noch besser vernetzt werden: Die smart3-Kontaktdatenbank bietet neben den persönlichen Profilen mit Einträgen zu Know-how und Interessen auch die Möglichkeit eines smart3-Lebenslaufs mit Einträgen zu Projektbeteiligungen oder der Teilnahme an vergangenen smart3-Formaten. Damit unterstützt die Datenbank dabei, benötigtes Know-how und konkrete Ansprechpartner über den unmittelbaren Projektkreis hinaus schnell und unkompliziert zu finden.

Ergänzt wird sie durch die Wissensbibliothek, in der das umfangreiche Wissen von smart3 zu Technologien, Materialien und Demonstratoren hinterlegt ist. So lassen sich damit beispielsweise Parameter und Auslegungshinweise der im Netzwerk verwendeten Materialien schnell und einfach auffinden.

Zugang zu Forschungsförderung

In den vergangenen Jahren hat smart3 die Zusammenarbeit mit der Forschungsvereinigung FGW e. V. intensivieren können. Dank dieser Zusammenarbeit verantwortet das Innovationsnetzwerk inzwischen den Arbeitskreis „Funktionswerkstoffe / smart materials“. Dank dieser Kooperation steht den Mitgliedern von smart3 der Zugang zu Fördermitteln der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) offen. Die AiF ist das industriegetragene Netzwerk zur Förderung von Forschung, Transfer und Innovation im Mittelstand. Die Mitgliedschaft im Netzwerk smart³ befreit hier von der üblichen Umlage der Forschungsvereinigung und bietet gleichzeitig Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen im Bereich smart materials. Darüber hinaus bietet smart³ künftig tiefergehende Beratung zu möglichen Fördermitteln mit Bezug zu smart materials.

 

Smart3 geht künftig noch einen Schritt weiter. So wird der Transfer von Ideen und Projektergebnissen in konkrete Produkte weit mehr Raum einnehmen, als es bisher möglich war. Um dies zu erreichen werden im Netzwerk Projekte und Wettbewerbe initiiert, um die Ergebnisse von FuE-Vorhaben, Demonstratoren und Patente zur Marktreife zu führen und in verkaufsfähige Produkte umzusetzen. Damit sichert das Innovationsnetzwerk die Zukunftsfähigkeit insbesondere der Industriepartner und bietet den Forschungspartnern gleichzeitig Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Arbeiten.

Pitches, Workshops und Roadshows – Veranstaltungsformate für Mittelstand und Forschung

Einen dieser Wettbewerbe stellt das »Innovation Battle« dar. Hierbei treten jeweils zwei Projektteams gegeneinander an, Forschungsergebnisse einer interdisziplinären Jury sowie Vertretern des jeweils anderen Teams vorzustellen. Die kritischen Fragen des anderen Teams sowie die Einschätzung der Jury in dieser Arena dienen dazu, die Qualität des eigenen Produktes vor Markteintritt zu verbessern. Trotz des martialischen Titels dient das Pitch-Format der gegenseitigen Unterstützung im Prozess der marktreifen Entwicklung von Produkten innerhalb von smart3. Flankiert werden diese Verwertungsformate von Matchmaking-Veranstaltungen, Ideen- und Strategieworkshops als Austauschformate von Know-how, Kooperations-angeboten und Ideen.
Um die so entstandenen Produkte, Demonstratoren und Umsetzungslösungen einem breiten Fach- und Allgemeinpublikum näherzubringen, werden die etablierten Ausstellungsformate von smart³ beibehalten und ausgebaut. Über die Teilnahme an renommierten Ausstellungen und Messen sowie die Roadshow des NEUESwagen unterstützt smart3 bei der Erhöhung der Sichtbarkeit in den relevanten und potenziellen Zielgruppen. Über die Teilnahme an renommierten Messen und Ausstellungen wie jene im Bauhaus Dessau, den Technischen Sammlungen Dresden oder in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle unterstützt smart3 bei der Erhöhung der Sichtbarkeit in den relevanten und potenziellen Zielgruppen. Darüber hinaus präsentiert die im vergangenen Jahr gestartete NEUESwagen-Tour auch künftig die Ergebnisse der Netzwerkpartner bei Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Interessenvertretungen.

Text: Mattes Brähmig
Foto: Sascha Linke

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